Vom Rohstoff zum Produkt:
Die AGRANA Wertschöpfungskette im
SegmentStärke

Rohstoffbeschaffung
im Segment Stärke

Nachhaltigkeit ist für AGRANA integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Sie beginnt für uns lange vor der industriellen Verarbeitung agrarischer Rohstoffe mit deren Beschaffung. In unserem, in der EU produzierenden, Geschäftssegment Stärke veredeln wir primär Mais, Weizen und Kartoffeln zu hochwertigen Stärkeprodukten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch "Non-Food"-Anwendungen. Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil unseres Segments Stärke. Wir bieten gentechnikfreie und auch eine breite Palette an Bioprodukten an.

In unserem Segment Stärke erfolgten im Geschäftsjahr 2014|15 erste Schritte zur Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte für aus Vertragsanbau in Österreich zur Verarbeitung in unserer Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich bezogene Kartoffeln.

Mitgliedschaft bei der SAI:

AGRANA Stärke hat ihre österreichischen Vertragslieferbetriebe für Kartoffeln in einer sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance dieser Gruppe erstmals nach Beantwortung des Farm Sustainability Assessment (FSA) einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen. Im Geschäftsjahr 2020|21 fanden die Re-Verifizierungsaudits statt. 100 % der Betriebe in der FMG erreichten zumindest FSA Silber-Status.

Im Bereich der Getreidebeschaffung von Vertragsanbauern decken wir uns v.a. mit Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais und zertifiziert gentechnikfreiem Mais) zur Verarbeitung in unserer Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich ein. AGRANA Stärke hat ihre Vertragslieferbetriebe für Spezialmais in einer sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt.

Im Geschäftsjahr 2020|21 fanden die Re-Verifizierungsaudits statt. 100 % der Betriebe in der FMG erreichten zumindest FSA Silber-Status.

Bei der Beschaffung von Getreide für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion in Pischelsdorf |Österreich vertrauen wir seit Jahren auf nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS) zertifizierte Rohstoffe. Sowohl ISCC als auch AACS werden im SAI-System mit FSA Silber-Status-Äquivalent bewertet. Seit 2015|16 verarbeiten wir auch bio-zertifzierten Weizen.

Mais zur Verarbeitung in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich stammt aus der EU und wird über den Getreidehandel bezogen.

ISCC:

Die Transportwege
im Segment Stärke

Wenngleich der Transport der Rohstoffe und Stärkeprodukte je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss auf den Carbon-Footprint unserer Produkte hat, versuchen wir trotzdem auch die Transporte so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich nachhaltig zu gestalten.

AGRANA Stärkeproduktion

Aufgrund unserer Nähe zur agrarischen Urproduktion fühlen wir uns der Schonung aller natürlichen Ressourcen auf besondere Weise verpflichtet. Diese Selbstverpflichtung haben wir in der für unsere Produktionsprozesse gültigen AGRANA-Umweltpolitik, die wesentliche Aspekte wie Energieeinsatz und Emissionen, Wasser- und Abfall-Management abdeckt, niedergeschrieben.

Als energieintensiver Veredler agrarischer Rohstoffe streben wir die laufende Optimierung unseres Energieverbrauchs, die kontinuierliche Verbesserung unserer Energieeffizienz sowie die Reduktion von Emissionen an. Zur Umsetzung dieser Ziele integrieren wir ein Energiemanagementsystem, basierend auf Standards wie ISO 50001, in unser bestehendes Qualitätsmanagementsystem.

ISO 50001 zertifiziert:

AGRANA BEKENNT SICH ZUR DEKARBONISIERUNG IHRER PRODUKTION (SCOPE 1+2) BIS 2040:

  • EnergiemixIm Geschäftsjahr 2020|21 deckten wir rund 47 % unseres Gesamtenergiebedarfs (Scope 1+2) mit Erdgas, 30 % mit Dampf sowie rund 23 % mit Energie aus erneuerbaren Quellen (Strom, Biogas und Biomasse).

  • Größtmögliche AbwärmenutzungZum Beispiel betreiben wir am Standort Pischelsdorf|Österreich seit dem Geschäftsjahr 2013|14 eine Wärmerückgewinnungsanlage in der Futtermitteltrocknung, die pro Jahr rund 8.000 Tonnen CO2 einspart.

  • Eigenversorgung mit EnergieSeit Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage am kombinierten Standort Pischelsdorf nutzen wir Faulgas aus der Abwasserreinigungsanlage zur Produktion von Biogas.

  • Kontinuierliche Reduktion des Energieverbrauches sowie der EmissionenIm Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung hat sich das Segment Stärke standortindividuelle Effizienzverbesserungen, konkret die Reduktion von 65 GWh im Rahmen von Effizienzprojekten in einzelnen Anlagenteilen bis 2020|21, zum Ziel gesetzt. Mit den umgesetzten Projekten wurde dieses Ziel mit rund 91 GWh Einsparung überschritten. Das Segment Stärke wird einen Beitrag zur AGRANA-Klimastrategie leisten.

In unseren Stärkefabriken wird gemäß unserer AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und Abwässern gepflegt. Wasser wird in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt.

In unserer kombinierten Bioethanol- und Weizenstärkeproduktion am Standort Pischelsdorf|Österreich setzen wir seit der Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik in der Bioethanolerzeugung im Regelbetrieb kein Frischwasser mehr ein, da das zur Einmaischung notwendige Wasser durch Dampfkondensat bzw. den Slurry der Weizenstärkefabrik zugeführt wird.

Segment Stärke 2020 | 21
Wasserentnahme in m3 pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 4,56
Wasserabgabe in m3 pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 4,08
Wasserverbrauch in m3 pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 0,48

Die möglichst vollständige Verwertung agrarischer Einsatzstoffe in Form vermarktbarer Haupt- und Nebenprodukte ist für uns unternehmerische Pflicht und gelebte gesellschaftliche Verantwortung.

Segment Stärke 2020 | 21 in Tonnen
Entsorgte Abfälle 30.608
Davon gefährliche Abfälle 43
Kilogramm Abfall pro Tonne Produkt 19,8 kg
Gramm gefährliche Abfälle Pro Tonne Produkt 28 g


* Basierend auf der Input-Output-Jahresbilanz der AGRANA Maisstärkefabrik in Aschach | Österreich im Geschäftsjahr 2012|13. Werte wurden auf Basis der Trockensubstanz berechnet.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2020|21 arbeiteten 1.178 Mitarbeiter (Köpfe) in unserem Segment Stärke. Sie machen durch ihr Engagement, ihre Vielfalt an Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven unseren Erfolg aus.

AGRANA versucht einen interessanten Arbeitsplatz, Möglichkeiten der fachlichen Aus- und Weiterbildung und persönlichen Entwicklung sowie ein Arbeitsklima, in dem man sich respektiert, integriert und zusammengehörig fühlt, anzubieten.

Mitarbeiter im Segment Stärke(zum Stichtag 28. Februar 2021)

Befristete Dienstverhältnisse

48

27, 1 %

Unbefristete Dienstverhältnisse

1.116

23,8 %

Arbeiter730

12,2 %

Angestellte386

45,9 %

Angestellte in Management Positionen

77

20,8 %

Davon Top Management

3

33.3 %

Mitarbeiter Gesamt

Mitarbeiter weiblich



Arbeitssicherheit im Segment Stärke

Am Ende des Tages zählt, dass alle unsere Mitarbeiter gesund nach Hause zurückkehren. Dieses Ziel versuchen wir durch regelmäßige Schulungen zu sicheren Arbeitsprozessen, die Umsetzung von Best-Practices und die Bereitstellung von Arbeitssicherheitsmaterialien im Rahmen unserer "Zero Accidents"-Politik zu erreichen.

Im Geschäftsjahr 2013|14 haben wir erstmals weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit erhoben.

Verletzungsrate 20 | 21(Unfälle/100 Mitarbeiter p.a.)

2,4

1,2

2,8

Rate schwerer Verletzungen 20 | 21(Schwere Verletzungen/100 Mitarbeiter p.a.)

0,0

0,0

0,0

Rate der Todesfälle 20 | 21(Todesfälle / 100 Mitarbeiter p.a.)

0,0

0,0

0,0

Mitarbeiter Gesamt

Mitarbeiter weiblich

Mitarbeiter männlich

Arbeitsbedingungen & deren Kontrolle

Wir haben im Geschäftsjahr 2018|19 unseren AGRANA-Verhaltenskodex überarbeitet, der für alle Mitarbeiter weltweit (soziale) Mindeststandards und Verhaltensregeln vorgibt.

SEDEX:

Im Rahmen unserer seit 2009 bestehenden Mitgliedschaft bei der Supplier Ethical Exchange Database (SEDEX) nehmen alle unsere Produktionsstandorte jährlich ein SEDEX Self-Assessment vor. Um unser Engagement in diesem Bereich zu untermauern, haben wir 2020 an unseren österreichischen Produktionsstandorten Aschach, Gmünd und Pischelsdorf 4-Pillar SMETA-Audits durch unabhängige Dritte durchführen lassen. Die Auditberichte stehen SEDEX-Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.

Trainingsstunden der Mitarbeiter

Aus- und Weiterbildung sowie persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Unsere Mitarbeiter im Segment Stärke haben im Geschäftsjahr 2020|21 durchschnittlich 12,8 Trainingsstunden absolviert. Insgesamt absolvierten 94 % der Mitarbeiter ein Training. Die Aus- und Weiterbildungskosten betrugen 0,7 % der Lohn- und Gehaltssumme.

Ecovadis

2020|21 nahmen wir eine Aktualisierung unserer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis 2014 erstmals gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor. AGRANA Stärke GmbH erzielte Silber-Status.

Vielseitige Stärkeprodukte

Wir erzeugen native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Alkohole/Bioethanol sowie Futter- und Düngemittel in konventioneller und in Bio-Qualität sowie gentechnikfrei. Unsere Produkte finden in einer Vielzahl von Anwendungen in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, aber auch der Papier-, Textil-, bauchemischen und pharmazeutischen Industrie sowie in der Kosmetik- und Mineralölindustrie Verwendung. Nicht zu vergessen werden sie auch als Futter- oder Düngemittel in der Tierzucht und der Landwirtschaft eingesetzt.

Einige unserer Zertifizierungen:
Hauptprodukte:
Nebenprodukte:

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